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Auch
Fischweibchen müssen werben
Die Evolution der Reklame ist auch an
weiblichen Fischen nicht spurlos vorüber gegangen. Das berichten ein
norwegischer Biologe und seine schwedische Kollegin jetzt. Demnach bevorzugen männliche
Grundeln Weibchen mit auffälligen Bauchfärbungen - vorausgesetzt, sie haben
die Wahl.
Trond Amundsen von der Universität Trondheim und Elisabet Forsgren von der
Universität Göteborg arbeiteten mit Schwimmgrundeln (Gobiusculus flavescens).
Bei diesen kleinen Meeresfischen sind die Bäuche der Weibchen zur Paarungszeit
orange verfärbt, da die karotinoidhaltigen Eier durch die Bauchdecke schimmern.
Und offenbar wissen die Männchen dieses Signal zu lesen, entdeckten die
Forscher. Sie setzten jeweils ein Männchen und zwei unterschiedlich stark gefärbte
Weibchen in getrennte Abteilungen eines Aquariums. Daraufhin wandten die Männchen
sich doppelt so oft den intensiver gefärbten Weibchen zu und versuchten fünf
Mal häufiger, diese zur Paarung zu animieren.
"Dies zeigt, dass der farbenprächtige Bauch der weiblichen Schwimmgrundeln
zumindest teilweise als Antwort auf die männliche Partnerwahl entstanden
ist", schreiben Amundsen und Forsgren in den "Proceedings of the
National Academy of Sciences".
Ihrer Ansicht nach könnte die Farbintensität den Ernährungszustand des
Weibchens und damit die Qualität der Eier anzeigen. Vor allem gegen Ende der
Paarungssaison, wenn auf ein Grundelmännchen mehrere Weibchen kommen, könnten
die Männchen sich daher eine Partnerin mit den besten Voraussetzungen für kräftigen
und zahlreichen Nachwuchs aussuchen.
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