Fische hören Ultraschall

Fischer versuchen mitunter, hungrige Delfine durch laute Ultraschall-Geräusche von ihren Netzen fernzuhalten. Damit könnten sie sich jedoch ins eigene Fleisch schneiden, berichten amerikanische Biologen jetzt. David Mann vom Mote Marine Laboratory in Sarasota, Florida, und seine Kollegen fanden heraus, dass ein bevorzugter Fangfisch ebenfalls Ultraschall wahrnehmen kann. Die Forscher untersuchten Menhaden, heringsähnliche Fische, die aufgrund ihres hohen Ölgehaltes die zweitwichtigste Fischart für die amerikanische Fischerei-Industrie sind. Durch Hirnstrom-Messungen konnten sie nachweisen, dass der Fisch Ultraschall bis zu einer Frequenz von 80 Kilohertz hören kann. Damit könnten die Ultraschall-Töne, die eigentlich nur Delfine vertreiben sollen, auch den Fangfisch abschrecken. Die Forscher spekulieren sogar, dass die Delfine gar nicht auf die Töne selbst reagieren, sondern nur ihrer Beute folgen, wenn diese Reißaus nimmt. Anchovis und Sardinen, nahe Verwandte des Menhaden, können dagegen keinen Ultraschall wahrnehmen, fanden die Biologen heraus. Wie bei den meisten Fischen reicht ihr Gehör nur bis etwa vier Kilohertz. Zum Vergleich: Menschen hören Schall bis zu einer Frequenz von rund 20 Kilohertz. 13.06.01

 

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