Auch die Ozeane sind jetzt online
Die aktuellen Zustände der Weltmeere können ab sofort per
Internet abgerufen werden. Das Angebot haben die Vereinten
Nationen unter www.oceansatlas.org
freigeschaltet. Die UNO will so über Meeresverschmutzung,
Zerstörung der Küsten und Überfischung informieren.
Die Basis des Webangebots bilden jene Informationen,
die die UN-Organisationen tagtäglich zusammentragen. An dem
Projekt beteiligen sich unter anderem das Umweltprogramm UNEP, die
Weltorganisation für Meteorologie WMO, die Internationale
Seeschifffahrtsorganisation IMO und die Ernährungs- und
Landwirtschaftsorganisation FAO, von der auch die Initiative zur
Verknüpfung der UN-Daten ausging.
Unter anderem werden globale Karten der Weltmeere
bereit gestellt, die mit Hunderten von Detailkarten verbunden
sind. Das Startangebot ist noch lückenhaft, soll aber künftig
durch aktuelle Messdaten und Videobilder - beispielsweise von
treibenden Eisbergen -, durch Seekarten und Klimaprognosen
ergänzt werden. Durch medizinische Informationen will die UNO
außerdem zeigen, welche Bedeutung die Meere für die menschliche
Gesundheit haben. Dies soll helfen, bei künftigen Verhandlungen
über den Schutz der Weltmeere Druck auf die beteiligten Staaten
auszuüben.
Es handle sich um das "ehrgeizigste Projekte zur Vermittlung
wissenschaftlicher Informationen, das jemals online gegangen
ist", teilte die UNO mit. Bewusst habe man den 5. Juni, den
"Welt-Umwelt-Tag", als Starttermin für das Projekt
gewählt. Prompt brach der Server unter dem Publikumsinteresse
zusammen. Tröstlich für alle, die vorerst nicht bis zum Angebot
durchdringen: Das Datenmaterial wird auch auf CD und anderen
Medien aufbereitet werden.
|
05.06.2002 |
Großes
Delfin- und Seelöwensterben in Kalifornien
Algengift in Nahrungskette fordert hunderte Opfer - Bereits seit
Februar werden 170 Seelöwen behandelt
Los
Angeles - Hunderte von kranken und sterbenden Seelöwen, Delfinen
und anderen Tieren gelangen seit einigen Wochen an die Strände
von Südkalifornien. Verantwortlich für das Siechtum soll ein
Biogift sein, das von einer ungewöhnlich starken Algen-Vermehrung
stammt. Täglich würden neue Opfer gesichtet, sagte Jackie
Jaakola, Leiterin einer Meeressäugetier-Klinik in San Pedro, am
Dienstag der dpa.
In
dem Zentrum wurden seit Februar bereits 170 Seelöwen behandelt.
Das Gift, das über die als Nahrung dienenden Fische aufgenommen
wird, beeinträchtigt das Gehirn und führt zu Lähmungen im
Nervensystem. Viele Tiere seien desorientiert und
unzurechnungsfähig, erklärt die Tierschützerin.
Augenzeugen
berichten von Meeresvögeln, die orientierungslos durch die Luft
taumeln. Der Tod zahlreicher Delfine vor der Küste wird ebenfalls
mit dem Biotoxin in Verbindung gebracht. Die Wissenschafter
befürchtet ein Massensiechtum wie in den El-Nino Jahren von 1997
und 1998, als Tausende ausgehungerter Seelöwen an den Stränden
Zuflucht suchten. (APA/dpa)
|
17.05.2002
|
Korallentaucher
stoßen in Südostasien bald ins Leere vor
Fast 90 Prozent der Riffe sind akut bedroht
Kuala
Lumpur - In Südostasien sind nach einer Studie fast 90 Prozent
der Korallenriffe akut durch den Menschen bedroht. Die größten
Gefahren stellten die anhaltende Überfischung der Gewässer,
Umweltverschmutzung und Ablagerungen dar, meldete die malaysische
Nachrichtenagentur Bernama am Mittwoch unter Berufung auf eine
Untersuchung des World Resources Institute in Washington.
Am
stärksten seien die Riffe vor den Küsten Kambodschas, Singapurs,
Taiwans, der Philippinen, Vietnams und Chinas bedroht. Für die
Bevölkerung Südostasiens bildeten die Korallen einen wichtigen
Baustein ihres Lebensunterhalts, hieß es weiter. "Wenn die
Fischerei in Südostasien nicht zurückgefahren wird, werden
sowohl die Riffe wie auch die Nahrungsmittelversorgung immer
stärker gefährdet", zitierte Bernama einen Mitverfasser der
Untersuchung.
Die
Gewässer Südostasiens beherbergen den Angaben zufolge fast
100.000 Quadratkilometer Korallenriffe und damit rund ein Drittel
des weltweiten Bestandes. Drei Viertel der Riffe in der Region
befänden sich rund um die Inselstaaten Indonesien und die
Philippinen. (APA/dpa)
|
13.04.2002 |
|
Delfin-Killer
identifiziert
Natürliches
Meeresgift "domoische Säure" soll kalifornisches
Delfinsterben verursacht haben
Los
Angeles - Ein natürliches Meeresgift ist offenbar für den Tod
von 22 Delfinen verantwortlich, die in den vergangenen drei Wochen
vor der Südküste Kaliforniens angeschwemmt wurden. Wie der
Meeresbiologe Joe Cordaro vom Fischereiverband in Long Beach am
Freitagabend erklärte, gilt als hauptverdächtige Substanz die so
genannte domoische Säure. Diese wird von Meereseinzellern auf
natürliche Weise gebildet und kann dann über die Nahrungskette
in konzentrierter Form in Sardinen und Sardellen sowie in
Schalentiere gelangen, die wiederum von Meeressäugern verzehrt
werden.
Wissenschaftern
zufolge ist der hohe Giftgehalt der Säure bekannt, doch waren
ihre gefährlichen Auswirkungen bisher noch nicht bei Delfinen
beobachtet worden. Für den Tod anderer Wal- und Robbenarten ist
das Meeresgift allerdings schon mehrfach verantwortlich gemacht
worden. (APA/AP)
|
25.03.2002
|
|
Tiefsee-Fischer
zerstören 5.000 Jahre alte Riffe in Minuten
Netze reichen über 1,5 Kilometer hinab - tiefer als der
Kontinentalschelf
Boston
- Mit Netzen, die tiefer gehen als 1,5 Kilometer und 60 Tonnen
Fisch in nur 20 Minuten aus den Tiefen der Meere holen, rückt die
Fischerei-Industrie den noch letzten lebenden Fischen an den Leib.
Forscher befürchten, dass viele Arten ausgerottet werden, die
kaum noch erforscht sind. Und Tiefsee-Riffe, die 5.000 Jahre für
die Entstehung gebraucht haben, werden in wenigen Minuten
zerstört. Das berichten Wissenschaftler beim Treffen der AAAS,
das derzeit in Boston stattfindet.
Artikel
Lesen
|
|
|
Hawaiianischer
Kaiserfisch (Apolemichthys arcuatus) in Gefangenschaft gezüchtet
Honolulu - In Honolulu
ist erstmals die Züchtung des seltenen Hawaiianischen
Kaiserfisches in Gefangenschaft gelungen. "Wir freuen uns
sehr über diesen Erfolg", sagte der Direktor des Waikiki-Aquariums,
Bruce Carlson, am Freitag. Der Hawaiianische Kaiserfisch sei
leidenschaftlichen Sammlern bis zu 5.000 Dollar (5.670 Euro) wert.
Die Fische leben ursprünglich vor den Küsten Hawaiis, dort
wurden auch 1993 die Eltern der jetzt gezüchteten Tiere gefangen.
Damals waren alle Tiere weiblich, in Gefangenschaft änderten
jedoch einige das Geschlecht, wie Carlson erklärte. Den
Durchbruch habe dann die Biologin Karen Brittain erzielt, als sie
ein neues Lebendfutter für die Larven des Kaiserfisches entdeckt
habe. Die Jungtiere seien jetzt gut einen Zentimeter groß.
|
21.01.2002
|
|
Tödliche
Invasion der unbekannten Art
meldet
die neuseeländische Zeitung "The New Zealand Herald":
Ein mysteriöses Meerestier dringe in den Hafen des Städtchens
Whangamata ein und gefährde die dortigen Aquakulturen.
Artikel
Lesen
|
14.01.2002 |
|
Winzige
Architekten offenbaren Geheimnisse der Ozeane
11.12.01
Anhand
von fossilen Einzeller-Schalen haben zwei amerikanische
Wissenschaftler jetzt die Wasserströmung und -schichtung im
Atlantik und Pazifik während der letzten Eiszeit rekonstruiert.
Demnach unterschieden sich die Strömungsverhältnisse in beiden
Ozeanen vor 20.000 Jahren erheblich vom heutigen Zustand.
Artikel
Lesen
|
|
|
Vom
tödlichen Knall der Pistolenkrebse
Der
blinde Pistolenkrebs ist ein ganz besonderer Jäger: In tropischen
Gewässern macht er mit einer Art Schreckschußpistole Jagd auf
seine Opfer. Das Tier kann mit einer seiner Scheren einen so
lauten Knall erzeugen, das es damit seine Beutetiere lähmen oder
sogar töten kann.
Artikel
Lesen
|
01.11.01 |
|
Auch
Fischweibchen müssen werben
Die
Evolution der Reklame ist auch an weiblichen Fischen nicht spurlos
vorüber gegangen. Das berichten ein norwegischer Biologe und
seine schwedische Kollegin jetzt. Demnach bevorzugen männliche
Grundeln Weibchen mit auffälligen Bauchfärbungen -
vorausgesetzt, sie haben die Wahl.
Artikel
Lesen
|
05.10.01 |
|
Sonnenlicht
kann Wasser reinigen
Schadstoffe
im Wasser können mit Hilfe von Sonnenlicht abgebaut werden.
Deutsche Chemiker entwickelten neue Photokatalysatoren, die
organische Verunreinigungen auf umweltverträgliche Weise
zerstören.
Artikel
Lesen
|
05.10.01 |
|
Wale
und Huftiere haben gemeinsame Ahnen
Wale
sind mit Schweinen, Rindern und anderen Huftieren verwandt.
Diese
These konnte jetzt anhand neuer fossiler Funde bewiesen werden.
Durch
DNA-Vergleiche hatten Biologen zwar bereits früher Hinweise
gefunden,
dass Wale und Huftiere gemeinsames Erbgut besitzen.
Artikel
Lesen
|
21.09.01 |
|
Weniger
Riffe als vermutet
Korallenriffe
sind viel seltener als bislang angenommen. Das ist das
Ergebnis
der ersten weltweiten Riffkartierung, die jetzt von der
Umweltorganisation
der Vereinten Nationen (UNEP) durchgeführt worden
ist.
Die Kartierung ergab auch, dass rund die Hälfte aller Riffe
Artikel
Lesen
|
14.09.01 |
|
Einzigartige
Augen bei Schlangensternen entdeckt
Israelische
und amerikanische Forscher haben auf dem Hautskelett von
Schlangensternen Augen entdeckt, die aus vielen hundert
Einzellinsen bestehen. Damit können die kleinen Verwandten der
Seesterne herannahende Feinde erkennen und einem Angriff aus dem
Weg gehen. Dieses komplexe visuelle System ist bei lebenden
Tierarten einzigartig.
Artikel
Lesen
|
07.09.01 |
|
WWWasserwelt:
Flossenschlag im Netz
Schon
bald könnten Fischschwärme im Internet ihre Bahnen ziehen,
hofft
eine kalifornische Firma. In ihren Augen stellt das
weltumspannende
Netzwerk eine Art riesigen Ozean dar - mit den
Artikel
Lesen
|
|
|
Thunfische
nehmen den Transatlantik-Express
Thunfische
kommen weit herum, berichten amerikanische Meeresbiologen
in
der heutigen Ausgabe von "Science". Damit widersprechen
sie der
bisherigen
Ansicht, dass atlantische Thunfische sich nur im Westen
oder
nur im Osten des Ozeans aufhalten. Vielmehr unternehmen aus dem
Westatlantik
stammende Tiere große Wanderungen, die sie bis ins
östliche
Mittelmeer führen
Artikel
Lesen
|
07.09.01 |
|
Tintenfisch
Arme Denken mit
Forscher
aus Israel haben festgestellt das Tintenfische in ihren Armen
Nervenbahnen haben und diese Nervenbahnen unabhängig von Gehirn
die Arme des Tintenfisches Steuern können. Sie können Sogar
Komplexe Bewegungen damit Steuern.*
Artikel
Lesen
|
|
|
Raffinierte
Mimikry bei Tintenfischen
Südpazifische
Tintenfische können sich mit einer raffinierten Tarnung vor
Feinden
schützen: Sie ahmen gefährliche Meerestiere nach, um ihre Gegner
in
die Flucht zu treiben. Der australische Meeresbiologe Mark Norman
beobachtete
gemeinsam mit Kollegen diese verblüffenden Täuschungsmanöver
bei
einer kaum bekannten Kopffüßler-Art, die in den Riffen
Indonesiens zu Hause ist.
Artikel
Lesen
|
|
|
Ungleichgewicht
im Korallen-Bestand
Seit
rund 30 Jahren gehen die Korallenbestände in der Karibik stetig
zurück. Bisher war umstritten, ob tatsächlich Fischerei,
Wasserverschmutzung und andere menschliche Einflüsse die Ursachen
des Korallensterbens sind.
Artikel
Lesen
|
04.07.2001 |
|
Lungenfische:
Kauen wie vor 350 Millionen Jahren
Wenn
in heißen Sommern die Wasserstände in Seen sinken oder ganze
Flüsse auszutrocknen drohen, wird es für Fische
lebensgefährlich. Eine seltene Ordnung, die Lungenfische, kann
der Gefahr jedoch vergleichsweise ruhig entgegensehen. Sie
besitzen nämlich neben den
Ganzen
Artikel Lesen,
|
|
|
Fische
hören Ultraschall
Fischer
versuchen mitunter, hungrige Delfine durch laute
Ultraschall-Geräusche von ihren Netzen fernzuhalten.
Ganzen
Artikel Lesen,
|
|
|
Seelöwen
bevorzugen Heringe
Die
Maßnahmen zum Schutz der Seelöwen gehen möglicherweise in die
falsche Richtung, behaupten amerikanische Biologen jetzt.
Ganzen
Artikel Lesen,
|
|
|
Fossiler
Fisch trug lange Dornen
Südafrikanische
Forscher haben die Entdeckung eines bisher unbekannten fossilen
Fisches bekannt gegeben.
Ganzen
Artikel Lesen,
|
|
|
Wale
weiter vom Aussterben bedroht
Die
Schutzmassnahmen der letzten 15 Jahre haben den Walen nur wenig
geholfen. Sieben von dreizehn Walarten sind noch immer vom
Aussterben bedroht.
Ganzen
Artikel
|
|
|
Hai-Männer
sind Herumtreiber
Männliche
Weiße Haie durchstreifen die Weltmeere, während die Hai-Weibchen
in ihren Heimatgewässern bleiben.
Ganzen
Artikel
|
|
|
In
40 Tagen durch den Atlantik
Der
atlantische Blauflossen-Tunfisch ist ein Globetrotter.
Meeresbiologen von der Stanford Universität in Palo Alto
(Kaliforniern) haben den Weg des Thunnus thynnus durch den
Atlantik verfolgt.
Ganzen
Artikel
|
|
|
Riesenkrake
entdeckt
Riesenkrake
entdeckt Australischen Fischern ist eine Riesentintenfisch von
zwölf Metern Länge ins Netz gegangen. Das 200 Kg schwere
Prachtexemplar wird jetzt für ein Museum in Melbourne
präpariert. Das Tier war in der vergangenen Woche zufällig
südwestlich von Melbourne gefangen worden. Der Krake habe
vermutlich in 500 bis 1500 Meter Tiefe gelebt, so Mark Normann,
Spezialist für Meerestiere. Er erklärte weiter, die Riesenkraken
seien noch niemals lebend gesehen worden. Im Verdauungstrakt des
gefangenen Exemplars fanden sich Fische und kleinere Tintenfische.
Die einzigen natürlichen Feinde sind
Wale. LN 13.02.2001
|
|
| |
|