Tintenfisch Arme Denken mit

Forscher aus Israel haben festgestellt das Tintenfische in ihren Armen Nervenbahnen haben und diese Nervenbahnen unabhängig von Gehirn die Arme des Tintenfisches Steuern können. Sie können Sogar Komplexe Bewegungen damit Steuern. Berichten die Forscher in der „Science“ Wissenschaftsmagazin. Das Forscherteam um German Sumbre von der Hebraeischen Universität in Jerusalem trennte bei einigen Tintenfischen die Nervenverbindungen vom Gehirn zu den Extremitäten und stimulierte dann die Armmuskeln mit elektrischen Impulsen und Berührungs-Reizen. So ausgelösten Bewegungen der Tentakeln unterschieden sich deutlich von reinen Muskelzuckungen, wie sie durch elektrische Reize verursacht werden. Die Armbewegungen waren sogar nahezu gleich mit den Reaktionen nicht manipulierter Kraken. Tintenfische können ihre Arme in fast jede Richtung ausstrecken, um nach Beute zu greifen. Die neuronale Steuerung eines so flexiblen Bewegungsapparats ist äußert kompliziert. Das in die Tentakeln ausgelagerte Nervensystem, übernimmt dabei einen großen Teil der Muskelsteuerung und beschleunigt so das Reaktionsvermögen der Meerestiere, meinten die Forscher. Die Wissenschaftler fanden, dass die Reizimpulse und die anschließenden Muskelkontraktionen leicht zeitversetzt waren. Das periphere Nervensystem verarbeitet offenbar erst die Reize und löst dann die komplexen Bewegungen der Tentakeln aus.

KT

Quelle: Morgenwelt

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Raffinierte Mimikry bei Tintenfischen

07.09.01

 

Südpazifische Tintenfische können sich mit einer raffinierten Tarnung vor

Feinden schützen: Sie ahmen gefährliche Meerestiere nach, um ihre Gegner

in die Flucht zu treiben. Der australische Meeresbiologe Mark Norman

beobachtete gemeinsam mit Kollegen diese verblüffenden Täuschungsmanöver

bei einer kaum bekannten Kopffüßler-Art, die in den Riffen Indonesiens zu

Hause ist.

Wenn aggressive Riffbarsche herannahen, verwandeln sich die Kraken

scheinbar in hochgiftige Seeschlangen. Dazu verbergen sie sechs ihrer

Tentakeln im Untergrund und strecken die beiden übrigen Arme weit von

sich. Die Tintenfische können auch die Gestalt von Seezungen oder der

berüchtigten Rotfeuerfische annehmen, die in ihren Stacheln ein

hochwirksames Gift tragen.

Jeder Kopffüßler kann gleich mehrere giftige Tiere nachahmen. Nach

Ansicht der Forscher bedeutet diese Wandlungsfähigkeit für die

Tintenfische einen evolutionären Vorteil. Das ungewöhnliche Verhalten,

das auch als Mimikry bezeichnet wird, habe sich vermutlich durch sexuelle

Selektion fortgepflanzt: Bei der Partnerwahl bevorzugen die Kraken

möglicherweise Artgenossen mit einem großen schauspielerischen

Repertoire.

 

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